Verwerten und aufwerten – mit pinqponq

Nachhaltig leben, verreisen, ernähren, kleiden: Das Thema Nachhaltigkeit findet sich in sämtlichen Lebensbereichen, insbesondere auch in der Textil-Branche. Michael Damm ist bei pinqponq für den Bereich Corporate Responsibility (CR) zuständig. Er erklärt in einem Interview, wie wir unsere Produkte verantwortungsbewusst und umweltschonend herstellen.

Wie nachhaltig können Konsumgüter eigentlich sein?

Michael: „Genau genommen, ist ‚nachhaltiger Konsum‘ nicht möglich, da für jedes Produkt endliche Ressourcen wie Wasser, Rohöl oder Metalle verbraucht werden, die für nachfolgende Generationen nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir bei pinqponq sind uns unserer unternehmerischen Verantwortung bewusst und bemühen uns laufend um eine Verringerung unseres ökologischen Fußabdrucks und um faire Arbeitsbedingungen in unseren Produktionsstätten. Der Weg ist hierbei das Ziel und dieser beginnt mit einem lückenlosen Wissen bezüglich der Herstellung und der gesamten Lieferkette unserer Rucksäcke.“

Woher kommen pinqponq Taschen?

Michael: „pinqponq Produkte werden von uns in Köln entwickelt und designt, in Vietnam in Handarbeit gefertigt und auf den Weg nach Deutschland gebracht. Hier werden sie an ausgewählte Handelspartner ausgeliefert und anschließend zum Verkauf angeboten. Wer wissen will, wer genau unsere pinqponqs produziert und wo dies geschieht, findet hier genauere Informationen.“

Aus welchem Stoff sind pinqponq Taschen gefertigt?

Michael: „Die pinqponq Taschen werden in erster Linie aus Polyester hergestellt. Polyester ist leicht, strapazierfähig und gut zu verarbeiten und eignet sich somit besonders gut für unsere Rucksäcke. Da sich Polyester entweder aus Rohöl oder durch Recycling von PET-Flaschen ohne Verlust von Qualität gewinnen lässt, haben wir uns dafür entschieden, primär recyceltes Polyester zu benutzen.“

Wie können wir sicherstellen, dass unsere Taschen "gut" produziert werden?

Michael: „Unsere Designer, Produktmanager und Einkäufer verbringen im Zuge von Produktentwicklung und Qualitätssicherung mehrere Wochen über das Jahr verteilt in den Produktionsstandorten in Asien. Sie arbeiten in den Nähereien direkt mit unseren Partnern zusammen und sind dadurch in der Lage, den Arbeitsalltag korrekt einzuschätzen. Dennoch gehen wir einen Schritt weiter und lassen alle unsere Nähereien von externen Partnern auf Sozialstandards hin überprüfen. Wenn bei diesen sogenannten ‚Social Audits‘ Abweichungen von unseren Vorgaben festgestellt werden, arbeiten wir mit den Nähereien zusammen daran, diese zu beseitigen.“

Woher stammen die PET-Flaschen?

Michael: „Dass für die Herstellung von Polyester keine leeren PET-Flaschen von Europa nach Asien verschifft werden und so die Umwelt negativ beeinflusst wird, gilt es natürlich zu vermeiden. Um das zu überprüfen waren wir vor Ort bei unseren Lieferanten in Taiwan und sind die dortige Lieferkette abgefahren um uns hiervon zu überzeugen. In Taiwan wird das Recyclingsystem staatlich subventioniert und so kontrolliert neben uns vor allem die taiwanesische Regierung, dass ausschließlich lokale Flaschen recycelt werden. Außerdem wurde unser Lieferant vom Global Recyling Standard (GRS) daraufhin auditiert, ob er benutzte PET-Flaschen verwendet.“

Recycling als Nachhaltigkeitsstrategie

Michael: „Das Recycling ist ein elementarer Pfeiler unserer Nachhaltigkeitsstrategie zur Minimierung unseres Umwelteinflusses bei der Produktentstehung. So verwenden wir für unsere pinqponq Taschen Stoffe, die zu 100 % aus gebrauchten PET-Flaschen gefertigt sind. Allerdings sind nicht alle Stoffe aus recycelten Materialien (z.B. der Boden des Cubiks und auch nicht die Schäume oder die vielen kleinen Plastikteile).“

Wie wird aus PET-Flaschen ein pinqponq Rucksack?

Michael: „Die PET-Flaschen werden zunächst zerknüllt, klein gestampft und in kleine Plastikschnipsel - sogenannte Flakes - geschnitten. Spezielle Maschinen reinigen die Schnipsel gründlich von letzten Rückständen. Die Flakes werden daraufhin geschmolzen, in gleich große Granulat-Kügelchen geformt und dann durch mikrofeine Düsen zu hauchdünnen Polyesterfasern geblasen, die anschließend miteinander verdreht und zu langen Fäden versponnen werden. Nun kommt die Webmaschine zum Einsatz und webt die Fäden zu Stoff. Der noch unscheinbar aussehende weiße Stoff wird nun mit Hilfe von Salzwasser und Farbpigmenten zu fröhlich bunten Materialien verarbeitet. Im Anschluss werden die Stoffe zum Schutz vor Wasser mit einer cremigen Paste, der sogenannten Polyurethanpaste, beschichtet.“

Von der Flasche zur Tasche

Was steht hinter bluesign® und dem UN Global Compact?

Michael: „Wir sind bluesign® Systempartner. Damit bringen wir unsere Unterstützung des Systems zum Ausdruck und beziehen wichtige Komponenten von anderen bluesign®-Sytempartnern. Das System schließt umweltbelastende Substanzen aus dem gesamten Fertigungsprozess aus, kontrolliert deren Einhaltung und sichert somit eine umweltfreundliche und sichere Produktion.

Der UN Global Compact ist eine Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Als weltweiter Pakt vereint er über 13.000 Unternehmen und Organisationen in 170 Ländern, denen das Ziel einer nachhaltigeren Weltwirtschaft gemein ist. Auch wir von pinqponq gehören dazu. Die Initiative setzt auf 10 Prinzipien, die die Themen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsprävention behandeln. Der UN Global Compact ist nicht als Zertifizierung zu verstehen, sondern als ein offenes Forum, um Veränderungsprozesse anzustoßen und gemeinsam konkrete Lösungsansätze zu entwickeln.“

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